Zum Ende der europaweiten Aktionstage für den Antifaschisten Deniz K. und alle politischen Gefangenen erschien am Rande des Neuköllner Schillerkiezes noch eine “Wandzeitung mit großen Schriftzeichen” für Deniz. Indymedia

Außerdem dokumentieren wir hier die Auswertung der Solidaritätswoche durch Young Struggle:

“„Freiheit für Deniz – Freiheit für alle politischen Gefangenen“

Seit dem 21. April, also seit mehr als 2 Monaten sitzt nun der Young Struggle Aktivist Deniz K. In der Nürnberger JVA in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen auf einer antifaschistischen Demonstration am 31. März in Nürnberg mit einem Fahnenstock in Richtung zweier behelmter und gepanzerter Polizisten gestoßen zu haben. Der absurde Tatvorwurf lautet:“Versuchter Totschlag“.

Seit Deniz Verhaftung haben viele Organisationen und Aktivisten in mehreren Städten ihre Solidarität und Wut zum Ausdruck gebracht. Um den Protest Nachdruck zu verleihen und den Druck auf die Klassenjustiz zu erhöhen, haben wir für den 11. bis 16. Juni die „Europaweiten Aktionstage für die Freiheit von Deniz und allen Politischen Gefangenen“ ausgerufen. Die Resonanz ist beeindruckend: In England, Deutschland, Frankreich, Holland, der Schweiz, Belgien, Schweden, Kroatien, Serbien, Österreich und der Ukraine wurden verschiedenste Aktionen im Zeichen der Freiheit aller politischen Gefangenen organisiert. In dutzenden Städten Europas steht an Wänden geschrieben: „Freiheit für Deniz!“ , in Berlin demonstrierten 200 Menschen und in vielen weiteren Städten gab es Kundgebungen, Flashmobs, Infotische, Proteste vor deutschen Botschaften, Raumveranstaltungen, Transpiaktionen und noch manches mehr.

In Fürth kam es während einer Kundgebung zu einem Naziangriff. Bei dem Angriff wurde eine angebrochene Flasche verwendet und einer Genossin wurde in den Bauch getreten. Die Täter waren noch am selben Abend wieder auf freiem Fuß und der Tatvorwurf lautet lediglich: „Körperverletzung“.

Doch nicht nur für Deniz sollte während der Aktionstage Solidarität gezeigt werden, sondern für alle politischen Gefangenen weltweit. So ist es erfreulich, dass in Frankreich beispielsweise Georges Ibrahim Abdallah thematisiert wurde. Kurz vor Beginn der Aktionstage ist eine ehemalige Studentenaktivistin der Türkei, die jetzt in Deutschland lebt, bei ihrem Besuch in Kroatien verhaftet worden. Daraufhin wurde eine breite Kampagne für die Freiheit von Basak Sahin Duman organisiert, um sie nicht der Türkei auszuliefern, wo ihr eine langjährige Haftstrafe droht, in einem Land in denen Folter und Mord an der Tagesordnung stehen. In diesem Sinne freut es uns, dass viele Aktionen auch ihrer Freiheit gewidmet waren, wie beispielsweise in Schweden, wo sich 23 Organisationen zusammenschlossen und in den Aktionstagen gemeinsam für ihre Freiheit vor der kroatischen Botschaft einstanden.

Wir bewerten die Aktionstage als erfolgreiche Kampagne, sowohl für die Unterstützung von Deniz als auch um das Thema „politische Gefangene“ unabhängig vom 18. März in die Öffentlichkeit zu tragen. Selbstverständlich endet unser Widerstand nicht mit den Aktionstagen sondern lediglich mit der Freiheit der Gefangenen. Da es in diesem System keine wirkliche Freiheit geben kann und dementsprechend immer versucht wird Menschen, die Veränderung wollen, hinter Mauern zum Schweigen zu bringen, ist der Aufruf für die Freiheit aller politischen Gefangenen auch ein Aufruf für unser aller Freiheit und gegen dieses System.

Wir bedanken uns im Namen von Deniz K. Bei allen Gruppen und Aktivisten, die in den Aktionstagen Solidarität gezeigt haben und aktiv geworden sind.

Danke vor allem an ADGH, AGIF, AGII, AKAB, Antifaschistische Linke Fürth, Antikapitalistische Opposition Ukraine, ARAB, Autonome Union der Arbeiter Ukraine, A.O.Leipzig, ASJ Leipzig, aveg-kon, Crvena akcija (Red Action Croatia), Gik-Der (London), Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen, Organisierte Autonomie Nürnberg, Red Initiative Serbia, Rote Antifa,Rote Hilfe, Schriftstella, SoL, die Solikomitees, YXK, Zusammen Kämpfen und vielen weitere Personen!

Hoch die internationale Solidarität!”

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