Wir haben den Solidaritätsaufruf der Roten Hilfe des Revolutionären Aufbau Schweiz für die Gefangenen des 1. Mai unterschrieben. Mehr Infos dazu:

Seit dem 10. Juni sitzen in Zürich junge Genossen (die Mehrheit ist zwischen 18 und 20 Jahren alt) in Untersuchungshaft. Vorgeworfen werden ihnen Aktivitäten am 1. Mai 2012 in Zürich. Es zeigt sich, dass die Justiz mit solchen Vorwürfen versucht aktive Personen und Gruppen einzuschüchtern. Sei es am 1. Mai, um Sportveranstaltungen oder an illegalen Strassenpartys: Wer die Strasse und den öffentlichen Raum nimmt, soll abgeschreckt werden! Sie gehen gezielt auf Junge los und versuchen mittels Arbeitgebern und Schulen Druck auf die Genossen auszuüben, egal ob diese gerade vor einer neuen Ausbildung oder einem neuen Arbeitsplatz stehen. Sie zielen damit ins Leere, denn die Gefangenen bleiben kämpferisch.

Die Initiative liegt bei uns

Wir solidarisieren uns mit den Gefangenen vom 1.Mai und rufen zu einem Aktionstag am 28. Juli 2012 unter der Parole „Freiheit für die Gefangenen vom 1. Mai“ auf. Egal ob Flyer, Briefe, Kleber oder Transparente, egal ob Blitzkundgebungen, Feste oder Besuche bei den Knästen: Eure Solidarität hilft den Gefangenen und ermöglicht uns gemeinsam in die Offensive zu gehen. Schickt uns per Mail Fotos, Berichte oder sonstwas von den Aktivitäten. Wir leiten diese den Gefangenen weiter.

Laufend informiert wird auf aufbau.org, rjz.ch und ch.indymedia.org/de. Weitere Informationen gibt es via rotehilfe@aufbau.org. Wir sind für die Solidaritätsarbeit auf Spenden angewiesen, diese sind über das Konto 85-559939-2 mit Betreff „1. Mai“ möglich.

Freiheit für die Gefangenen vom 1.Mai!
Spiess umdrehen – dem Kapitalismus den Prozess machen!

Rote Hilfe Schweiz, 23. Juli 2012
rotehilfe@aufbau.org

AUFRUF “FREIHEIT FÜR  DIE GEFANGENEN VOM 1. MAI”

Am Dienstag, dem 10. Juli, wurden in einer koordinierten Verhaftungsaktion fünf unserer Genossen festgenommen. Vier der fünf sind zwischen 18 und 20 Jahre alt. Es zeigt sich klar, dass die Repression gezielt bei den Jungen ansetzt, um möglichst früh durch die Gefährdung von Lehr-, Schul- oder Arbeitsplätzen Eindruck zu schinden. Vier sitzen nun in Untersuchungshaft, einer ist am Freitag (13. Juli) freigelassen worden. Ihnen allen werden Aktivitäten am 1. Mai vorgeworfen – darunter sowohl Aktionen an der bewilligten Demonstration am Vormittag wie auch am Nachmittag im Rahmen des Revolutionären Treffs auf dem Kanzleiareal und in der nahen Umgebung.

Der Machtanspruch des Staates in Form von Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz auf die absolute Kontrolle des Raums soll untermauert werden. Wer mit seinen oder ihren Inhalten und Formen im öffentlichen Raum präsent sein will, soll abgeschreckt werden. Das zeigt sich nicht nur am 1.Mai, sondern auch in der allgemeinen Zunahme der Überwachung im öffentlichen Raum, der Vertreibung von “unerwünschten Gruppen” im Rahmen der “Stadtaufwertung” (wie auf der Bäckeranlage in Zürich) oder in der Verfolgung der Beteiligten an illegalen Parties. In all diesen Fällen wie auch anhand der Vorwürfe in dieser Geschichte soll aufgezeigt werden, dass nichts toleriert wird, was sich unkontrolliert den öffentlichen Raum nimmt und ihn nutzt.

Wir lassen uns nicht einschüchtern von diesen Abschreckungsversuchen. Wir sind der Meinung, dass wir uns den öffentlichen Raum nehmen sollen, ihn nutzen und verteidigen wollen. Daher gilt es, sich in derartigen Situationen gemeinsam und kämpferisch zu wehren.

Wir laden dazu ein, sich diesem Aufruf anzuschliessen. Schreibt ein Mail an rotehilfe@aufbau.org, wenn ihr euch als Einzelperson, Gruppe oder Organisation dieser Solidaritätserklärung anschliessen wollt, und leitet sie weiter.

Rote Hilfe Schweiz
Revolutionärer Aufbau Schweiz
Revolutionäre Jugend Zürich
gruppe antikapitalistische praxis (gap)
Radio LoRa
Bewegung für soziale Gerechtigkeit
Antikapitalistisches Kollektiv Zürcher Oberland (akzo)
Tierbefreiungsbündnis Zitronenfalter
Antirep Aarau | Infoladen Kasama
Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) - Hamburg
Revolutionäre Aktion Stuttgart
SoL * Sozialistische Linke
Infoladen Rabia Winterthur
Antirep Winterthur
Freund/innen und Unterstützer/innen von Marco Camenisch
Bleiberecht Kollektiv Zürich
Antirep Bern
Marco Camenisch
RSO Schweiz
HelferInnen der Roten Falken Zürich
widerrede
Autonome Antifa Freiburg
Karakök Autonome
Tierrechtsgruppe Zürich
Revolutionäre Jugend Gruppe (RJG)
Antikapitalistische Linke (AKL)
Secours Rouge Belgique
Netzwerk Arbeitskämpfe
Antifaschistische Linke Freiburg
Autonome Antifa Zürcher Oberland
BFS Jugend Zürich
PdA Zürich
Erich Schmid
Angela Thomas
FEKAR
Bündnis alle gegen Rechts (BagR)
Volksverlag
BBZ
eiszeit
sozialistische Zeitung Vorwärts
Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen
Luca Bernasconi („Billy“)
Yilmaz
Hugo Portmann
Revolutionäre Gruppe Ostschweiz
Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen
Infoladen RR, Budapest
Zusammen Kämpfen (Berlin)
René Lechleiter, Zürich, PdA, ehemals Redaktor des "Vorwärts
Ralf Binswanger, Psychiater

Stand 2. August 2012